In diesem Artikel geht es noch einmal um das Thema Plastik. Wir alle wissen, dass ein Umdenken stattfinden muss, was die Herstellung und Nutzung von Plastik angeht. Hier nun soll es aber darum gehen, wo der Plastikmüll aus Deutschland landet. Auch das Ende des Weges von Plastikprodukten hat es in sich, denn: Deutschland exportiert Plastikmüll.
Unser Plastikmüll
Die Menge an Verpackungsmüll ist in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen. Kunststoffe rangieren, nach Papier und Holz, auf Platz drei mit 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr. Trotz eines steigenden Bewusstseins für die Gefahren der Verwendung von Plastik für die Umwelt und unsere Gesundheit, sinkt der Verbrauch zur Zeit noch nicht.
Das liegt zum Beispiel daran, dass der Trend zu kleineren, einzeln verpackten Portionen statt Großpackungen geht. Und aufwändige Verschlüsse und Dosierhilfen werden immer beliebter. Der Versandhandel tut sein Übriges dazu.¹
Wohin mit dem Plastikmüll?
Während 89% des Papiers recyclebar sind, ist das höchstens bei 50% der Kunststoffe der Fall. Die Recyclingquote errechnet sich allerdings aus der Menge an Material, dass zum Sortieren geliefert wird.
Aber durch sogenannte “Fehlwürfe”, landen Materialien beim Sortieren in der falschen Tonne. So gehen bis zu 25% der recycelbaren Kunststoffe verloren. Das erscheint nicht in der Statistik.
Eine große Menge an Kunststoffen muss vor dem Recyceln aufbereitet werden, da es schlecht sortiert oder zu stark verschmutzt ist. Darunter fallen auch Verbundstoffe.
Ein Teil dieser, nicht ohne Vorbereitung recycelbarer Kunststoffe, wird verbrannt, und in der Industrie u.a. als Ersatz für fossile Brennstoffe genutzt.
Der andere Teil… reist um die Welt.
Deutschland exportiert Plastikmüll
Das ist schon lange gang und gäbe und wird von allen Industrienationen so gemacht.
Plastikmüll für China
Bis Anfang 2018 hat China einen großen Teil des nicht ohne Aufbereitung recycelbaren Plastikmülls bereitwillig entgegengenommen. Hier wurde das Material aufbereitet und dann wiederverwertet – angeblich!
Seit 2018 ist China aus diesem Geschäft ausgestiegen. Unter Anderen aus Gründen des Umweltschutzes und der gesundheitlichen Belastung der Bevölkerung durch die ausufernden Müllberge. Seitdem nimmt das Land nur noch Plastikmüll, der auf direktem Wege recycelt werden kann.
Da war guter Rat teuer…in Deutschland wussten plötzlich 850.000 Tonnen Plastikmüll nicht, wohin…
Deutschland exportiert Plastikmüll nach Asien
Es gibt die kostenintensive Möglichkeit, den ungeliebten schlecht sortierten und stark verschmutzten Müll in die Niederlande zu verschicken. Dort gibt es Aufbereitungsanlagen, das Material wird recyclingfähig gemacht und weiter nach China exportiert.
Weitaus mehr aber nutzen die Industrienationen nun einige osteuropäische Länder und Südostasien als Zwischenstation für ihren Kunststoffmüll. So ist zum Beispiel in 2018 von Deutschland das 70-fache der Müllmenge vom Vorjahr nach Indonesien (57.000 Tonnen)² exportiert worden.
Dort, wie auch in Malaysia, Singapur, den Philippinen und Taiwan soll der Müll vorbereitet und wiederverwertet werden.
In der Presse wurde durch Greenpeace bekannt, dass in Malaysia aber ein großer Teil dieses Mülls auf Deponien oder am Straßenrand landet oder unter freiem Himmel verbrannt wird. Es findet nur selten eine vorschriftsmäßige Wiederverwertung statt. Und dabei gilt aller Müll, der von Deutschland aus in diese Länder exportiert wird, als wiederverwertet! Und das geht bei uns in die entsprechende Statistik ein.³
Man kann davon ausgehen, dass auch in anderen der genannten Zwischenlager der unsortierte, stark verschmutzten Plastikmüll nicht vorschriftsmäßig wiederverwertet wird. In den genannten Ländern fehlt es an geeigneten Anlagen, um diese Kunststoffe aufzubereiten. Auch findet man dort kein System für Abfälle. Vielfach landen diese Müllimporte auf der Deponie. So wird es auch dort so sein, dass die Bevölkerung und die Umwelt darunter zu leiden haben, wie vormals in China.
Und was hat das jetzt mit dir und mir zu tun?
Na klar, das Eine ist es, deinen ganz persönlichen Plastikmüll zu reduzieren. Dazu findest du bei baumfrei.de einige Anregungen.
Das Andere ist es, deinen Import in diese Länder, wenn du dorthin reist oder dich sogar länger dort aufhältst, zu überprüfen.
Ich war einen Monat lang auf Bali und konnte mit eigenen Augen sehen, dass an vielen Stellen Plastikmüll herumliegt und schwimmt. Ich möchte nicht dazu beitragen, dass das so geschieht. Also habe ich meine Plastikmitbringsel auf ein Minimum reduziert. Natürlich ist meine Bambuszahnbürste im Gepäck und wiederverwendbare Strohhalme.
Plastik und Plastikmüll sind ganz große Themen in Bezug auf die Zukunft unserer Erde! Lass uns gemeinsam dazu beitragen, dass das Bewusstsein dafür, dass Alternativen gefunden werden müssen, immer stärker wird!
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Du willst deine Zahnbürsten unverpackt? Nutze den Gutschein-Code "unverpackt" an der Kasse und erhalte zudem 10% Rabatt auf die gesamte Bestellung.Ausblenden
Deutschland – Meister im Export von Plastikmüll
In diesem Artikel geht es noch einmal um das Thema Plastik. Wir alle wissen, dass ein Umdenken stattfinden muss, was die Herstellung und Nutzung von Plastik angeht. Hier nun soll es aber darum gehen, wo der Plastikmüll aus Deutschland landet. Auch das Ende des Weges von Plastikprodukten hat es in sich, denn: Deutschland exportiert Plastikmüll.
Unser Plastikmüll
Die Menge an Verpackungsmüll ist in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen. Kunststoffe rangieren, nach Papier und Holz, auf Platz drei mit 3,1 Millionen Tonnen pro Jahr. Trotz eines steigenden Bewusstseins für die Gefahren der Verwendung von Plastik für die Umwelt und unsere Gesundheit, sinkt der Verbrauch zur Zeit noch nicht.
Das liegt zum Beispiel daran, dass der Trend zu kleineren, einzeln verpackten Portionen statt Großpackungen geht. Und aufwändige Verschlüsse und Dosierhilfen werden immer beliebter. Der Versandhandel tut sein Übriges dazu.¹
Wohin mit dem Plastikmüll?
Während 89% des Papiers recyclebar sind, ist das höchstens bei 50% der Kunststoffe der Fall. Die Recyclingquote errechnet sich allerdings aus der Menge an Material, dass zum Sortieren geliefert wird.
Aber durch sogenannte “Fehlwürfe”, landen Materialien beim Sortieren in der falschen Tonne. So gehen bis zu 25% der recycelbaren Kunststoffe verloren. Das erscheint nicht in der Statistik.
Eine große Menge an Kunststoffen muss vor dem Recyceln aufbereitet werden, da es schlecht sortiert oder zu stark verschmutzt ist. Darunter fallen auch Verbundstoffe.
Ein Teil dieser, nicht ohne Vorbereitung recycelbarer Kunststoffe, wird verbrannt, und in der Industrie u.a. als Ersatz für fossile Brennstoffe genutzt.
Der andere Teil… reist um die Welt.
Deutschland exportiert Plastikmüll
Das ist schon lange gang und gäbe und wird von allen Industrienationen so gemacht.
Plastikmüll für China
Bis Anfang 2018 hat China einen großen Teil des nicht ohne Aufbereitung recycelbaren Plastikmülls bereitwillig entgegengenommen. Hier wurde das Material aufbereitet und dann wiederverwertet – angeblich!
Seit 2018 ist China aus diesem Geschäft ausgestiegen. Unter Anderen aus Gründen des Umweltschutzes und der gesundheitlichen Belastung der Bevölkerung durch die ausufernden Müllberge. Seitdem nimmt das Land nur noch Plastikmüll, der auf direktem Wege recycelt werden kann.
Da war guter Rat teuer…in Deutschland wussten plötzlich 850.000 Tonnen Plastikmüll nicht, wohin…
Deutschland exportiert Plastikmüll nach Asien
Es gibt die kostenintensive Möglichkeit, den ungeliebten schlecht sortierten und stark verschmutzten Müll in die Niederlande zu verschicken. Dort gibt es Aufbereitungsanlagen, das Material wird recyclingfähig gemacht und weiter nach China exportiert.
Weitaus mehr aber nutzen die Industrienationen nun einige osteuropäische Länder und Südostasien als Zwischenstation für ihren Kunststoffmüll. So ist zum Beispiel in 2018 von Deutschland das 70-fache der Müllmenge vom Vorjahr nach Indonesien (57.000 Tonnen)² exportiert worden.
Dort, wie auch in Malaysia, Singapur, den Philippinen und Taiwan soll der Müll vorbereitet und wiederverwertet werden.
In der Presse wurde durch Greenpeace bekannt, dass in Malaysia aber ein großer Teil dieses Mülls auf Deponien oder am Straßenrand landet oder unter freiem Himmel verbrannt wird. Es findet nur selten eine vorschriftsmäßige Wiederverwertung statt. Und dabei gilt aller Müll, der von Deutschland aus in diese Länder exportiert wird, als wiederverwertet! Und das geht bei uns in die entsprechende Statistik ein.³
Und was hat das jetzt mit dir und mir zu tun?
Na klar, das Eine ist es, deinen ganz persönlichen Plastikmüll zu reduzieren. Dazu findest du bei baumfrei.de einige Anregungen.
Das Andere ist es, deinen Import in diese Länder, wenn du dorthin reist oder dich sogar länger dort aufhältst, zu überprüfen.
Ich war einen Monat lang auf Bali und konnte mit eigenen Augen sehen, dass an vielen Stellen Plastikmüll herumliegt und schwimmt. Ich möchte nicht dazu beitragen, dass das so geschieht. Also habe ich meine Plastikmitbringsel auf ein Minimum reduziert. Natürlich ist meine Bambuszahnbürste im Gepäck und wiederverwendbare Strohhalme.
Plastik und Plastikmüll sind ganz große Themen in Bezug auf die Zukunft unserer Erde! Lass uns gemeinsam dazu beitragen, dass das Bewusstsein dafür, dass Alternativen gefunden werden müssen, immer stärker wird!
Alles Liebe
Deine Pia
Einen guten Anfang gegen Plastikmüllberge machst du
mit unserer baumfrei Bambus Zahnbürste.
Quellen:
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